Münchner Christkindlmarkt auf dem Marienplatz

DSC00949Es weihnachtet sehr stark. Besonders als ich auf den Christkindlmarkt auf dem Marienplatz in München kam. Mit wunderbarem, traditionellem bayrischem Charakter lädt dieser Weihnachtsmarkt zu Weihnachtsgefühlen ein – und tatsächlich traten diese bei mir ein. 🙂

Throwback… der Christkindlmarkt ist der älteste Weihnachtsmarkt in der bayrischen Landeshauptstadt. 1310 wurde der Nikolausmarkt das erste Mal schriftlich erwähnt und gehört damit sogar zu den ältesten Weihnachtsmärkten im deutschen Sprachraum. Auch hat sich seit knapp 200 Jahren das Warenangebot fast nicht verändert. So gibt es seit dieser Zeit schon immer Holzwaren aus Südtirol, Lebkuchen und Zwetschgenmanderl.

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Die größte Attraktion ist wohl der prächtige Weihnachtsbaum mit einer Größe von fast 27 Metern und mit rund 3000 LED-Lichtern. Bis zum 8. Januar wird er auf dem Marienplatz stehen und später als Maibaum wiederverwertet.

 

FAKTEN: Auf über 20.000 Quadratmeter finden sich über 150 Buden wieder mit den verschiedensten Arten von weihnachtlichen Freuden – von altdeutschem Weihnachtsschmuck, über modische Deko, bis hin zu Gaumenschmäusen jeglicher Art wie beispielsweise gebrannte Mandeln und Bratwurst. Grade für all die Naschkatzen ist dieser Weihnachtsmarkt wie ein Schlaraffenland. Von dem berühmten Elisenlebkuchen über Schokolade bis hin zu Nougat gibt es alles was das Naschkatzenherz beliebt.

Aber auch Dekofans werden hier versorgt. So gab es an den diversen Ständen urtypischen Weihnachtsschmuck, bei anderen Puppen mit Namen und wieder anderen schöne Lichter und Dekoartikel.

Ein paar Eindrücke vom Christkindlmarkt

 

Fazit: Einer der schönsten Weihnachtsmärkte mit einem traditionell bayrischen Charakter. Durch den schönen Weihnachtsgeruch, die schöne Beleuchtung und den wunderbaren Weihnachtsbaum kamen absolute Weihnachtsgefühle bei mir auf. Ein Besuch in Minga für den Christkindlmarkt? Absolut empfehlenswert! 🙂

Ingolstadt oder auch die geheime Welthauptstadt

Grade mal zwei Wochen in Bayern und schon durfte ich etwas wirklich typisch bayrisches erleben… eine Führung durch eine Bierbrauerei mit dem Rotaract Club Ingolstadt! Vorab: es war wirklich mehr als spannend! Bei der Führung hatten wir ein wirklich, bayrisches, (Ingolstädter) Urgestein dabei. Er erklärte uns zum einen die Geschichte vom Bier und wie die Produktion funktioniert. Ursprünglich trank man in Bayern im Mittelalter eher Wein! Bier war damals wohl auch eher eine eklige Angelegenheit, weil so ziemlich alles miteinander vermengt und als Bier bezeichnet wurde.

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Inhalt eines Reinheitsgebots: Hopfen, Malz, Hefe und Wasser. Bild: Tobias Kramny

Grund genug für das Reinheitsgebot. Im Reinheitsgebot wurde festgelegt, dass Bier nur aus Wasser, Hopfen, Hefe und Malz bestehen darf. Dabei sagt unser netter Guide auch: „Ingolstadt ist die heimliche Hauptstadt des Bieres und des Reinheitsgebots.“ Und warum? Naja, weil am 23. April 1516 die neue Landesordnung durch die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. in Ingolstadt erlassen wurde! Mein erster Gedanke? „Wow Ingolstadt ist wohl doch nicht so ein kleines, süßes Dörfchen, sondern wirklich eine Stadt mit großer Geschichte!“ Nur kurz nebenbei erwähnt, hat er auch erzählt, dass die berühmte Ludwig Maximilian Universität (LMU) in München eigentlich in Ingolstadt gegründet wurde. Durch die Bedrohung von Napoleon wurde die berühmte Uni allerdings immer weiter in den Süden nach Landshut verschoben.Aber genug von der Geschichte, den Rest lest ihr am besten selbst nach.

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Obergäriges Bier

Soweit so gut. Als ich nun endlich aus dem Staunen kam begann die richtige Führung.Uns wurde dabei der Unterschied zwischen untergärig und obergärig im Bezug auf Bier erklärt. Dazu besuchten wir zuerst den Bereich, wo obergäriges Bier produziert wird. Für obergäriges Bier  ist eine Raumtemperatur von 15-20°C notwendig. Dort ist es dann – wie anzunehmen – auch recht angenehm warm. Wie der Name es schon andeutet schwimmt bei obergärigem Bier die Hefe oben, so wie ihr das auf dem Bild sehen könnt. Für untergäriges Bier habe ich leider kein Bild. Zu sehen gab es auch nicht wirklich was. Es waren eher Bottiche, aber ohne Einblick ;).   Allerdings sei so viel gesagt: In dem Raum war es schon ein bisschen kühler!!! Aber nicht minder interessant. Untergäriges Bier wird im Gegensatz zum obergärigen bei 4 bis 9° C  gekühlt. Die Hefe setzt sich  hierbei – wie der Name es schon sagt – unten ab. Also im Prinzip einmal anders rum als beim obergärigen!  ;). Und zum Abschluss sind wir in den Raum mit den Bierfässern gegangen. In diesem Raum war es EISIG!!! Wirklich super, super kalt. Als Belohnung gab es dafür a „Hoibe Zwickel“ In diesem Sinne: PROST!

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A Hoibe Zwickel!

Kurz zusammengefasst: Ingolstadt scheint die Hauptstadt von so ziemlich allem zu sein (Reinheitsgebot, Gründungsort der LMU usw.) . Aber nicht falsch verstehen! Ich mag die kleine, süße, bayrische Stadt immer mehr. Und das Bier? Das war ganz großes Kino, genauso wie die Führung durch die Brauerei!!! Ach Ingolstadt ich freue mich so sehr auf dich und sechs wunderschöne und wunderbare Monate in meinem (ge)lieb(t)en Bayern!!!  🙂